Implantate bei Zahntotalverlust

 

Wenn Ihnen im Unterkiefer fast alle oder sogar alle Zähne fehlen, haben Sie mit Implantaten trotzdem gut lachen. Denn schon zwei bis vier Implantate reichen aus, um einer Vollprothese festen Halt zu geben. Die Befestigung erfolgt mit speziellen Haltesystemen, die aus zwei Elementen bestehen. Eines wird dauerhaft auf die Implantate gesetzt, das Gegenstück in die Prothese eingearbeitet.

Beim Einsetzen verbinden sich die beiden Elemente, ähnlich wie bei einem Druckknopf: Ihre Prothese sitzt fest. Zum Reinigen können Sie sie jederzeit leicht wieder abnehmen.

 

Auf mindestens sechs Implantaten kann auch eine Brücke dauerhaft an Ihrem Kiefer verankert werden. Der Zahnersatz sitzt dann so fest, dass auf den stützenden rosa Prothesenkunststoff verzichtet werden kann. Im Oberkiefer bleibt in jedem Falle der Gaumen frei von Prothesenmaterial.

So genießen Sie in jeder Situation völlige Sicherheit, denn nichts kann sich unverhofft lösen. Mit Ihren implantatgetragenen Dritten können Sie essen, reden und lachen, als ob es Ihre Zweiten wären.

Implantate können Ihnen sofort nach dem Entfernen von Zähnen, aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Besteht die Zahnlosigkeit schon länger, kann der Knochen durch die zuvor bestehende Druckbelastung durch den Zahnerstaz eventuell zu dünn oder flach geworden sein, um ein Implantat aufzunehmen. Dann kann er mit körpereigenem Gewebe oder einem knochenähnlichen Material wieder aufgebaut werden (Knochenaugmentation).

Am Anfang jeder Behandlung steht ein intensives Beratungsgespräch. Ausführlich besprechen wir mit Ihnen Ausgangssituation, Abläufe, konkrete Wünsche und Fragen. Dazu ist eine gute Diagnostik vor Implantation nötig. Bei schwierigen Fällen ist eine dreidimensionale Aufnahme, wie die digitale Volumentomographie (DVT) sinnvoll. Anhand solcher Daten kann dann eine genaue Bohrschablone erstellt werden, die die Implantatposition genau vorgibt. So ist vorab sogar eine Planung von sofort nach Implantation zu tragendem provisorischem Ersatz möglich oder auch ein maximal minimalinvasives Vorgehen realisierbar (navigiertes Implantieren).